Konflikte lösen

souverän & sanft, vor allem lösungsorientiert

Konflikte lösen: Konflikte kennen und haben wir alle. Und eigentlich wollen alle friedliche Lösungen. Aber aus Angst, unser Gesicht oder noch viel mehr zu verlieren – bewusst oder unbewusst – reagieren wir oft über, verschärfen den Konflikt. Diese 3 Schritte verhelfen Ihnen zu Ihrer souveränen Konfliktlösung. Das Thema Konflikte ist vermutlich so alt wie die Menschheit, weder neu noch trivial. Denn wir leben in einer Zeit gefühlt zunehmender Konflikte. Aufgrund diverser Kulturen, schwindender Ressourcen und tragischer Vorbilder. Auch ich stecke im Alltag immer mal wieder in Konflikten fest, ob beruflich oder privat. Die Kernfrage scheint mir zu sein: „Wie verhalte ich mich in Konflikten, ohne dass ich als Verlierer dastehe, es aber dennoch sinnvoll und friedlich endet?“ Konfliktlösungsmodelle und Techniken gibt unzählige und mittlerweile frei verfügbar – und dennoch gibt es weiterhin Konflikte und das nicht zu knapp. Vielleicht ist dem so, weil Methoden und Techniken etwas von außen sind, also mir erstmal fremd. Fremdes verunsichert meist. Und wenn ich persönlich mal an Anwendung von Technik denke, kräuseln sich meine Ohrläppchen schon. Was helfen gute Methoden und Techniken, die aus Unwissenheit, Unsicherheit, Anwendungsproblemen oder keine Wirkung entfalten? Nichts und deshalb stehen wir mitten in unseren Konflikten – wieder und wieder!
Win Win

Konflikte lösen: Das Handwerkzeug tragen wir in uns

Was wäre, wenn Sie alles, was Sie zur Konfliktlösung brauchen, bereits in sich haben? Das wäre doch einfach. Und so ist es auch. Jeder hat fünf Kompetenzen in sich: Wir fühlen, denken, nehmen wahr, kommunizieren und handeln. Mit diesen fünf Kompetenzen beSTREITEN wir unser gesamtes Leben. Für unsere Konfliktlösung brauchen wir nur jeweils einen bestimmten Fokus auf diese Kompetenzen legen. Und – voila, haben wir alles Notwendige zu einer Konfliktlösung, in der alle gewinnen, selbst in der Hand.

3 Tipps für SINNvolles Streiten

  1. Schritt: einfühlen in sich selbst und anschließend in den Konfliktpartner
Spüren Sie in sich nach, was ist verletzt oder droht verletzt zu werden? Welche Emotionen wabern um den Konflikt? Haben Sie Angst – vor was genau? Sind Sie aggressiv – auf was gerichtet? Sind Sie traurig – weswegen? Meist geht es um Verluste. Dieser Verlustblick ist ein menschliches Muster. Ihr Konfliktpartner hat dieses Muster auch. Fühlen Sie sich jetzt in Ihren Konfliktpartner in gleicher Weise ein. Erst wenn Sie das getan haben, gehen Sie in das Konfliktgespräch. Und es beginnt genau mit dem gegenseitigen Einfühlen. Sie schildern Ihre Einfühlungsergebnisse Ihrem Partner. Fragen Sie solange nach, bis Sie beide ein übereinstimmendes Bild über den Konflikt und seine möglichen Auswirkungen haben. Also Verletzungen und Kränkungen ausreichend erfasst wurden. Es geht um ein Verständnis, was und warum wir uns durch das Handeln des jeweils anderen verletzt fühlen. Ziel ist, sich selbst mit seinem Wirken im anderen zu sehen.  
  1. Schritt: werteklar an gemeinsame Ziele und Nutzen denken
Hier geht es nicht nur darum, für sich und den anderen an sinnvolle und nützliche Ziele zu denken. Die Kunst in diesem Schritt ist, sich vom persönlichen Denken zu lösen und auf die Beziehungsebene zu gelangen. Worum geht es dieser Beziehung beim Konflikt wirklich? Was ist das Ziel für die Beziehung, nicht für den Einzelnen? Wenn es Ihnen leichter fällt, dann versetzen Sie sich in die Lage eines Dritten, bspw. eines Mentors, oder eines Coachs. Wenn Ihnen klar geworden ist, worum es beiden geht, klären Sie das im Gespräch mit Ihrem Konfliktpartner. Stimmen Sie überein? Gibt es mehrere Ziele und Werte, die sich vielleicht sogar widersprechen? Dann hilft eine gemeinsame Priorisierung. Dieser Schritt wird abgeschlossen, in dem jeder seinen Beitrag zum gemeinsamen Ziel formuliert: Was tue ich jetzt konkret und ändere ich zukünftig, um diesen Konflikt zu lindern oder lösen? Was kann ich eigenverantwortlich tun oder lassen, um den anderen weniger zu verletzen? Wichtig ist, dass jeder die Leistung erbringt, die sowohl authentisch, leistbar als auch Nutzen bringend für die Beziehung ist. Spielen Sie zukünftige Situationen kurz durch, um die Umsetzbarkeit gut zu durchdenken. Verabreden Sie einen Zeitpunkt für eine gemeinsame Reflektion.  
  1. Schritt: sanftmutig handeln statt „nach mir die Sintflut“
Das Fühlen, Denken und Reden war wichtige Voraussetzung. Aber „an den Taten sollt ihr sie messen“. Erfolgreich ist derjenige, der umsetzt, handelt. Treten Sie raus aus Ihrer Komfortzone und gehen Sie in Vorleistung. Nicht warten, dass der  andere zuerst etwas tut. Beginnen Sie sofort. Vielleicht mit einer Entschuldigung oder mit einer Hilfestellung für den anderen oder mit einer Einladung zu einem gemeinsamen Kaffee?… Verpflichten Sie sich selbst, die im Schritt 2 zugesagten eigenen Verhaltensänderungen auch umzusetzen. Und gute Selbstführung sorgt dafür, dass Sie sich selbst mit Ihren Umsetzungserfolgen reflektieren.
5 Führungskompetenzen

Die Welt kann sich nur ändern, wenn sich jeder selbst Schritt für Schritt verändert.

Sie selbst können verhindern, dass Konflikte eskalieren. Es braucht Mut, um den ersten Schritt selbstehrlich und damit inhaltsvoll zu gehen. Es braucht Selbstverpflichtung, eine Gabe, die in heutigen Zeiten zu stärken sich lohnt. Und es braucht Offenheit. Die Welt, wie Sie sich sehen, ist nicht immer die Welt, wie die Konfliktpartner sie sehen. Je beziehungsorientierter Sie wahrnehmen, denken, fühlen, kommunizieren und handeln, desto leichter lösen Sie ihre Konflikte auf: souverän & sanft, vor allem lösungsorientiert.
Sprung ins Wasser

Konflikte lösen: bewährte Praxis

Die eigenen fünf Führungskompetenzen in den Fokus zu nehmen und permanent weiter zu entwickeln, ist ein wichtiger Baustein im Lösungsportfolio von KreyselBlick. Aber die Bedeutung von Einfühlung und Selbstverpflichtung kommt natürlich auch in anderen Methoden vor. Bspw. in der logotherapeutischen Paartherapie oder in den „restorative-circles“ von Dominic Barter. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihre Konfliktherde nach und nach auflösen. Befreien Sie sich von unnötigen Stressoren und gelangen Sie (wieder) in Ihre leichte, neugierige und lösungsorientierte Gelassenheit. Wenn Sie mehr über Ihre fünf Führungskompetenzen oder B.I.S. erfahren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf und stöbern auf meiner Seite.

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