Jetzt ist Zeit für gesunde Führung

Jetzt ist Zeit für gesunde Führung

Claudia Kreysel13.05.2018

Ja klar und ich habe auch ausreichend rationale Gründe aufgeführt, so dass das Thema offiziell vom Tisch war. In meiner Reflexion ging mir der Satz nicht mehr aus dem Kopf, es ist jetzt keine Zeit?  

Ich habe jetzt keine Zeit? Blödsinn, denn: "na klar ist jetzt Zeit". Zeit ist immer. Sie ist immer da. Ich kann sie nutzen oder es lassen. Aber da ist sie, war sie, wird sie immer sein. Diese Fülle ist ja auch irgendwie beruhigend. Die Frage ist, womit fülle ich meine Zeit? 

Mein Nachdenken hat mich dann darauf gestoßen, dass in meinem Gedankenraum Sport als anstrengend, eher peinlich aufgrund meiner jahrzehntelangen Unsportlichkeit und natürlich nicht erfolgreich. Umdenken war hier angesagt. 

  1. Realistisches Ziel statt zu hoher Messlatte: es geht um Sport machen, noch nicht sportlich sein. 
  2. Was ich tue, wenn ich geschwänzt habe (ein Rückfall in alte Verhaltensmuster ist wahrscheinlich) 
  3. Aufmerksam Möglichkeiten in meinem Leben wahrnehmen, die Bewegung forcieren 

Gesunde Führung ist auch so ein Thema. Viele Unternehmer und Führungskräfte wissen, dass es notwendig ist aber starten noch nicht damit. Dabei braucht gar nicht eine wahnsinnsteure Armada von Externen über das Unternehmen herfallen und irre Maßnahmenkataloge erstellen, die die Produktivität lahmlegen und beiseite gepackt werden, wenn die Externen wieder raus sind. Anfangen können Sie jetzt mit den drei Punkten: 

  1. Was sind Ihre Erfolgskriterien für gesunde Führung? Und hier auch aus der Meta-Ebene blicken. 
  2. Was tun Sie / was ist es Ihnen wert, wenn die Erfolgskriterien nicht realisiert werden? Rückschläge sind Vorschläge, es anders zu versuchen. 
  3. Jetzt, also heute können Sie sich aufmerksam beobachten, was Sie für gesunde Führung beitragen. 

Jeder Anfang nährt das Selbstverständnis und Sie wissen ja, Gewohnheiten brauchen bis zu 55 Wiederholungen, um den Change in neue Gewohnheiten zu vollbringen. Ein guter, neuer Anfang. Die Zeit ist jetzt.

Die Zeit ist reif für gesunde Führung

Die Zeit ist reif für gesunde Führung

Claudia Kreysel07.05.2018

Gehören Sie auch zu denen, die sich fragen, wo sind sie denn, die guten Führungskräfte? 

Warum geben Unternehmen Millionen für Qualifizierung aus und erhalten schlechte Bewertungen in Sachen Führung?

Gesundheitsmanagement ist in aller Munde und doch belegen die Zahlen das Gegenteil: Präsentismus, psychosoziale Krankheitsbilder und Langzeiterkrankungen. 

Lernen wir denn nicht?   

Ich behaupte, wir denken alt und erwarten ein neues Ergebnis. Ich beobachte seit geraumer Zeit einen Geschäftsfreund von mir. Ich bekomme mit, dass es in seinem Unternehmen Grabenkriege, Egoismen, mangelndes Engagement und Unzufriedenheit gibt. Eine Beratungsfirma ist jetzt seit einigen Monaten „on Board“. Das hat mich wiederum zur Frage gebracht: 

  • Wonach suchen Entscheidungsträger Ihre wichtigsten Schlüsselpersonen extern wie intern aus?         
  • Neues Denken, andere Sichtweisen, ungewohnte Praktiken (um überhaupt zu neuen Ergebnissen zu kommen)?
  • Miteinander, also Partizipation und Engagement auch der Mitarbeitenden?
  • Schritt für Schritt Veränderungen, aber konsequent und sichtbar? 

Ich sage es ehrlich: Ich glaube genau diese Kriterien werden nicht zur Entscheidung gezogen. Denn letztendlich klingen die drei Punkte auch anstrengend. Gleichdenkend, gewohnt und wohlklingend ist beruhigend. Aber genau das ist einer der Gründe, warum so kaum ein Change gelingt. Ruhe ist kurz vorm Stillstand und der ist der Tod. Leider habe ich schon sehr viele Veränderungsprojekte beobachtet, welche letztendlich im Sande versiegten. Nicht nur, dass es Geld kostet, die Motivation der Mitarbeitenden für neue Veränderungen schwindet merklich. Und ich kann es verstehen. Wenn Mitarbeitende merken, dass die Führungskräfte sich nicht klar und konsequent für die Veränderungen positionieren, dann sinkt das Verantwortungsgefühl. Mehr noch, es steigen Gefühle wie Ungerechtigkeit und Enttäuschung empor. Die meisten haben hierzu schon ihre ungesunden Erfahrungen gemacht. Vielleicht Sie auch? 

Freude über Referenz

Freude über Referenz

Firma KreyselBlick26.09.2016
Merkel, Deutschland und unsere Wertekultur

Merkel, Deutschland und unsere Wertekultur

Firma KreyselBlick09.09.2016

Aber was ist schon absolut? Wir sind in der Lage, „sowohl als auch“ zu leben – und damit meine ich jetzt nicht unsere „korrupten Vorbilder“ in der FIFA oder unser eigenes, oft paradoxes Verhalten „eigentlich sollte ich, aber was soll´s“, „ja ich wollte das noch machen, aber“ quasi „dusch mich, aber mach mich nicht nass“. 

Nein, ich meine die Vereinbarkeit von scheinbar gegensätzlichen Werten wie Familienpflege und Karriereorientierung oder kritische und wertschätzende Auseinandersetzung. Es ist egal, welcher Herausforderung wir uns stellen wollen, der Integration von Flüchtlingen oder der Digitalisierung: Ohne eine eindeutige und akzeptierte Werteklarheit der Mehrheit haben wir zwangsläufig die Wertekonflikte, die wir ja auch haben. Denn weder in der Schule noch in manchen Familien wird die Verhandlung von Werten oder gar Wertemanagement vermittelt. Wir wachsen auf mit versteckten Werten hinter „richtig oder falsch“.   

Werte an sich sind weder gut noch schlecht, es kommt immer auf die Relation und den Zusammenhang an. Es hilft, Themen in der richtigen Reihenfolge und 3 Schritten zu entwickeln. Entwicklung vollzieht sich von innen nach außen. Also macht es Sinn, erst den Kern zu klären und dann weiter in der Entwicklung zu gehen. 

Der Kern eines jeden Themas ist die Wahrheit. Wir Menschen sind subjektiv und haben unsere subjektive Wahrheit. Meine Wahrheit ist entwickelt aus meinem Leben und meinen Erfahrungen. Somit enthält Wahrheit immer Struktur und Struktur wiederum ergibt Wahrheit. Ja, unsere Denkstrukturen ergeben praktisch unsere Wahrheit. 

Ein Mensch, der Leid, Misshandlung und nicht die Entfaltung seiner Potenziale erfahren hat, hat eine andere Wahrheit über die Welt, als ein Mensch, der in Geborgenheit und Fülle aufgewachsen ist. Aus der Wahrheit können wir im zweiten Schritt Gerechtigkeit entwickeln: Jemanden gerecht werden, beinhaltet, seine Struktur und Wahrheit zu berücksichtigen. Es gilt immer auch der Potenzialentfaltung der Menschen gerecht zu werden. Daher ist das Gießkannenprinzip in den seltensten Fällen gerecht. 

Dritte Entwicklungsstufe: Erst, wenn ich jedem gerecht werde, entsteht der Handlungsfreiraum und Entwicklungsraum für diesen Menschen. Freiheit baut auf Wahrheit und braucht Gerechtigkeit. Aber ich sage auch ganz deutlich: Die Freiheit des Einen hört bei dem Freiraum des Anderen auf. Übergriffe, Misshandlungen, Druck, Erpressung haben so gar nichts mit Freiheit zu tun. Sie sind reiner Machtmissbrauch. 

Woran krankt Führung?

Woran krankt Führung?

Firma KreyselBlick21.01.2016

Ja und ich gehöre zu den Stimmen, die sagen, es gibt Führungskräfte – aber keine gesunde Führung. Gerade im Management signalisieren zunehmende Zahlen von seelischen Erkrankungen, Produktivitätsverlusten und „Präsentismus“ das Ausdehnen der ungesunden Führung. Der Mensch im Arbeitsleben ist scheinbar präsent, aber eben nicht selbständig und eigenverantwortlich aktiv – es geht eher um „bloß keinen Ärger bekommen“. 

Was später in Fallzahlen für Diagnosen zu Ängsten, Suchtkrankheiten, Depression und Burnout und in Fehlzeiten im Controlling endet, beginnt weit früher in dem einzelnen Menschen mit Anzeichen wie Einsamkeit, Sinnleere, Magenschmerzen oder Schlafproblemen. 

Und es beginnt in der Führungskraft: Diese Anzeichen werden im Spannungsfeld von schwindender Macht und erhöhtem Druck als störend beiseitegeschoben. Die Führungskraft macht weiter wie bisher. Als Folge nimmt die Entscheidungsgüte immer mehr ab. Um dann Entscheidungen mit immer geringerer Entscheidungsgüte „durchzuboxen“, bedarf es vieler Druckmittel und Instrumente. Der Teufelskreis von Macht und Druck zieht an, Dichte und Verfestigung nehmen zu, so dass es nicht nur von den Mitarbeitern sondern auch von Kollegen in der Führung, von Angehörigen und Netzwerkpartnern wahrgenommen wird. Dies verändert auch deren Verhalten, was den Druck weiter erhöht - bis es zur Explosion der FK (Ausbruch von Emotionen oder Kündigung) oder zur Implosion (Krankheiten oder Outsourcing) kommt. Bis dahin machen alle mit. Mein bester Freund nennt dies auch „Kadaver-Gehorsam“: Die Betroffenen wissen, dass die „Nahrung“ vergiftet ist und „verdauen“ diese dennoch.   

Es hat Gründe auf drei unterschiedlichen Ebenen: 

  1. Erfolg wird in unserem Land sehr zweifelhaft über einen Überfluss an Geld für den Erfolgreichen definiert. Dies sieht man daran, dass Produktion und Verkauf von Produkten „erfolgreich“ laufen, die sich leider auch auf Kinderarbeit, gesundheitlichen Risiken für die Arbeitnehmer, Betrug oder Umweltverschmutzung stützen. Wir brauchen mehr Erfolgsfaktoren, auch solche, die über den Tellerrand des einen Unternehmens heraus das Wirtschaftsumfeld berücksichtigen. 
  2. Erfolg braucht auch menschliche Kennzahlen wie Gesundheit, Ehrlichkeit, Leistungsgerechtigkeit, Zufriedenheit etc. Diese gelten natürlich für Mitarbeiter wie auch Führungskräfte. Und wir brauchen mehr Transparenz über die Qualität und den Sinn unserer Prozesse, bspw. anhand von Reifegraden. 
  3.  Um all das schließt sich dann der Kreis der systemischen Erfolgsbetrachtung: Die Qualität aller beteiligten Beziehungen, der (Unternehmens-) Kultur, des gesellschaftlichen Engagements und anderer guten Sitten. Wir brauchen einen „Verbundwert“.   

Wer führt, geht mit offenen Sinnen voran, gestaltet Mehrwert, indem er gemeinsame Verständnisräume schafft, Zeitsouveränität fördert, kontinuierlich Potenziale entfaltet, flexiblere Prozesse gestaltet und eine gesunde Werte-Balance schafft. Die Kennzahlen hierzu müssen über den bisherigen Tellerrand hinausgehen und allen drei Ebenen umfassender gerecht werden: Substanz, Mensch und Beziehung sind in den Denk- und Handlungsraum zu holen, in der Führung Tag für Tag zu berücksichtigen und mit Energie auf Führungsziele zu lenken, die diesem ganzheitlichen Ansatz gerecht werden. Das funktioniert und wir zeigen gerne wie.

Flüchtlinge: Wahrhaftigkeit und die Glaskugel

Flüchtlinge: Wahrhaftigkeit und die Glaskugel

Firma KreyselBlick06.01.2016

Carsten Linnemann, MdB und Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) hat jüngstens in einem Gastkommentar im Handelsblatt zur Flüchtlingspolitik eine Wahrhaftigkeitskultur gefordert. Nach seiner Meinung sollen wir "realistisch bleiben" und "Schwierigkeiten nicht schönreden".    

Der Meinung, dass die Wirtschaft einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen leisten kann und muss, können wir uns nur anschließen. Wir in der MIT Hannover-Land praktizieren dies auch bereits und sind für jedes an uns herangetragene Engagement (sei es Angebote für Praktikums- und / oder Ausbildungsplätze, Mentoring etc.) dankbar. Aber die Forderung nach einer Wahrhaftigkeitskultur mit dem Titel "Kaum Chancen auf Arbeit" - also einem Blick in die gewohnte Glaskugel zu verbinden, ist und bleibt Spekulation. Umdenken oder neu denken geht unserer Meinung nach anders: 

Ersten
glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast. Wir wissen alle, das wir mit Zahlen viel vorsichtiger umgehen sollten. Ignorieren sie doch viele wichtige menschliche (weiche) Faktoren und entbehren vor allem einem übergeordneten (Beziehungs-)Wert.   

Zweitens
wird zu gern vergessen, dass wir noch soviele andere Beschäftigungsfelder haben, die durchaus mit Engagement von Einwanderern wahrgenommen werden können: 

  • Pflegebereich 
  • Betreuungsbereich
  • Häuslicher Bereich
  • Koordierung und Netzwerken
  • Bildungsbetreuung
  • Kulturförderung etc. 

Wir vergessen immer wieder, dass denen, die in Industrie und Wirtschaft arbeiten - und die auch irgendwie alle in Familien oder anderen sozialen Gemeinschaften leben - der Rücken freigehalten werden muss von den Anforderungen des privaten Lebens.   

Und drittens, 
wir in Deutschland, in Europa - in der Welt - befinden uns in einem Umbruch. Umbruch bedeutet, Neues muss Raum einnehmen und über die Zeit eine ausreichende Energie gewinnen, um integrierter Teil des Ganzen zu werden: Wir brauchen mehr Flexibilität, Arbeit und Privatleben miteinander zu verbinden. Wir brauchen neue Formen von Dienstleistungen. Wir brauchen Werteklarheit und eine neue Wertekultur. Wir brauchen ein neues Verständnis von Eigenverantwortung und von Kooperation.   Dafür müssen wir von Altem loslassen. Also von veralteten Denkmustern, Gewohnheiten und von der Glaskugel.  

Es ist so viel möglich. Die Chancen für die Zukunft bestimmen sich durch unser Handeln in der Gegenwart. Jeder kann seinen Beitrag leisten mit Mut - Ideen - Taten.

Kultur und Werte: und es geht doch!

Kultur und Werte: und es geht doch!

Firma KreyselBlick22.11.2015

Wir Menschen reden seit mehreren tausend Jahren von Werten. Aber irgendwie ist das Thema Werte sehr abstrakt. Und doch kämpfen wir noch täglich um die Basiswerte wie Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit, Liebe und Würde. 

 Und möchte nicht jeder wertgeschätzt werden? Haben wir nicht die Würde des Menschen als ersten wichtigsten Wert unserer Gesellschaft im Grundgesetz verankert? Zielt nicht unsere gesamte Wirtschaft auf Wertschöpfung? Jeder von uns, der Ziele oder eine Vision hat, orientiert sich nach diesen Werten (bspw. erfolgreich, gesund, charismatisch etc.). Und unser Selbstwert basiert auf den von uns definierten und realisierten Werten.   

Wir sind zu keiner Zeit wert(e)los. Was hat nun Kultur mit Werten zu tun? Mal vereinfacht: Kultur ist mehr als die Summe aller Werte. Sie ist das Potenzial aller realisierten und aller möglichen, aber (noch) nicht realisierten Werte. Unterlassene Hilfeleistung und mangelnde Zivilcourage können wir ebenso kultivieren wie Ängste (die vielleicht gar nicht real werden) oder Vorurteile.   

Ganz konkret: alles, was wir tun und sind oder auch nicht tun und nicht sind, produziert Werte und ergibt die Kultur, in der wir leben . Werte sind keine Nebel sondern ganz konkret das, was jeder gerade verwirklicht. Sie und ich und alle anderen. So bestimmen die Familienwerte das Zusammenleben in der Familie, Satzungswerte das Vereinsleben, Unternehmenswerte über die Zusammenarbeit im Unternehmen.   

Möchte ich in meinem Unternehmen einen Kulturwandel, komme ich an der klaren Formulierung und der konsequenten Wahrung dieser Werte nicht vorbei.   

Drei Schritte sind wichtig: Nehmen wir den Wert Verbindlichkeit, der jetzt kultiviert und damit unverbindliches Verhalten ablösen soll. 

  1. Werten Raum geben: Was bedeutet Verbindlichkeit für den Mitarbeiter, was für den Kunden oder für alle anderen Beteiligten? Woran oder wie messe ich es? Was für einen Schaden richtet unverbindliches Verhalten an und welche Konsequenzen schützen Verbindlichkeit? 
  2. Werten Zeit geben: Warum hat sich unverbindliches Verhalten bis dato kultiviert und welche Denk- und Handlungsmuster, vielleicht sogar Rituale sind neu einzuüben? 
  3. Werten Energie geben: Es ist Verantwortung von jedem, die Einhaltung und Missachtung der Werte wahrzunehmen, zu fühlen, zu kommunizieren und entsprechend zu handeln, seine eigene Werteklarheit bewusst zu stärken.     

Wertekonflikte und Verletzung von Werten gibt es immer (wieder). Daher ist ein Wertewandel Führungsverantwortung und mit seiner ganzen Bedeutung in den Führungsalltag einzubauen: Führungskultur kann ich dann gestalten, wenn ich den Werten Raum, Zeit und meine Energie schenke: in drei einfachen Schritten Tag für Tag.

Umsicht mit BIS

Umsicht mit BIS

Firma KreyselBlick12.11.2015

Viele unserer Probleme, sei es im Beruf, im Privatleben oder in unserer Gesellschaft sind selbstgemacht. Orientierungslosigkeit, Abbrecherquoten, Stress als Dauerthema basieren wie viele Führungsprobleme auch auf der Schlüsselqualifikation: Selbstmanagement. Selbstmanagement entscheidet über den späteren beruflichen Erfolg des Einzelnen - und größer gedacht - in Masse dann auch  über den Erfolg des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems. Altes Denken erzeugt altes Handeln. Das kann jeder ändern, der will.

Neues Denken mit BIS am Beispiel Selbstmanagement:   

  1. Raum: Was nehme ich in meinen Selbstmanagement-Fokus rein, wo ziehe ich bewusst die Grenzen?   
  2. Zeit: wie kurz- oder langfristig will ich managen? Soll mein Selbstmanagement auf bspw. 1, 5 oder 15 Jahre ausgerichtet sein? Berücksichtige ich Faktoren aus der Vergangenheit, die zur jetzigen Situation geführt haben?   
  3. Energien: Um mein Selbstmanagement genau abzugrenzen und klare Ziele zu definieren, brauche ich alle fünf Führungsenergien: Mittels "Werteklarheit" definiere ich, was sein soll. Welche Werte wie bspw. Zuverlässigkeit oder Kompetenz will ich verkörpern und wie genau kann ich das ausleben. Mittels der zweiten "Achtsamen Wahrnehmung" richte ich mein Agieren darauf, ob ich meinen Zielen näher komme und was oder auch wer mir helfen könnte. So erkenne ich Möglichkeiten, Hindernisse und Risiken. Mittels meiner "Herzkraft", der dritten Führungsenergie, definiere ich  meine Eigenverantwortung, meinen Umgang mit Emotionen und nehme meine Intuition mit ins  Boot. Mittels der "Wertschätzenden Kommunikation" gehe ich sowohl gelassen mit mir selbst, meinen Rück- wie auch Fortschritten um, als auch geduldig mit meiner Umwelt, die nicht immer positiv auf meine Veränderungen reagieren muss. Schlussendlich mittels der fünften Führungsenergie "Sanftmutig Handeln" kann ich mit allen vorgenannten Gegebenheiten und Möglichkeiten zielorientiert umgehen: sanft im Sinne von umsichtig und realistisch und mutig im Sinne von zielorientiert und endlich machen.     
  4. Bei allem, was ich für mein Selbstmanagement definiere, beachte ich immer die drei aufeinander aufbauenden Ebenen: Substanz - Mensch - Beziehung.   Neues Denken geht dann in Fleisch und Blut über, wenn es Tag für Tag angewendet wird. Wer immer öfter in neuen Strukturen und Zusammenhängen denkt, erhält immer öfter neue Ergebnisse und kommt voran. 

Claudia Kreysel

Das Wirtschaftssystem menschentauglich gestalten

Das Wirtschaftssystem menschentauglich gestalten

Firma KreyselBlick03.11.2015

Bei den aktuellen Nachrichten über Abgasskandal bei VW, Korruption und Doping im Sport, Lebensmittelskandale und vieles mehr stelle ich mir immer öfter die Frage: „Erzwingt das aktuelle Wirtschaftssystem“ das „immer mehr – egal wie“?

Mehr und mehr Wachstum immer in die gleiche Richtung gibt es - natürlicherweise – gar nicht. Weder bei den Mineralien, noch in Pflanzen- und Tierwelt. Auch bei uns Menschen ist die Begrenzung des Wachstums gut. Dort wo sie nicht stattfindet, wie beispielsweise Krebsgeschwüre, richtet Wachstum großen Schaden an.   

Den Schaden, den das stetige Streben nach Wachstum anrichtet –und noch von einigen Weniger, müssen alle ausbaden. Wobei gefühlt die Masse der Unbeteiligten und Ärmsten mehr ausbaden muss, als die Wenigen, die es verantworten. 

Das ist nicht gesund. Es ist noch nicht mal klug. Die Geschichte hat es immer wieder gezeigt: Irgendwann ist die kritische Masse erreicht, wo die Armen sich erheben und gegen die „Oberen“, „Verantwortungslosen und Gierigen“ kämpfen. Meist mit einer Intensität, die unterschätzt wird. Aber sie haben auch nichts mehr zu verlieren. Warum also ändern die Oberen ihr Verhalten nicht? Warum lernen sie nicht? Ich weiß die Gründe nicht, kenne noch nicht einmal einen davon persönlich, habe aber meine Theorie dazu: Diese Oberen haben so viel Materielles, sind so satt, dass sie „zu“ machen. Sie sind nicht mehr offen zur Aufnahme von irgendwas. Das heißt, sie machen immer weiter wie bisher, horten Materielles, lernen nichts dazu, geben nicht ab. Eine gesunde Balance fehlt, es wuchert. 

Ludwig Ehrhardt hat mit der sozialen Marktwirtschaft ein Wirtschaftssystem aufgebaut, welches den Menschen und seine Lebensweise sehr miteinbezieht. In der sozialen Marktwirtschaft werden die gesellschaftlichen Anforderungen wie auch Hilfe für Schwächere oder gerechten Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Erfolg und sozialem Fortschritt berücksichtigt. Leider gibt es nicht mehr genug Anhänger der sozialen Marktwirtschaft. Viele haben resigniert und halten aus, andere wie oben beschrieben, sind Opfer des kapitalistischen Anlegersystems und haben genug mit den daraus resultierenden Problemen zu kämpfen.   

Ich setze meine Hoffnung daher auf die Philosophen, Anthropologen, Soziologen, Sozialwissenschaftler und auf den Mittelstand. Eine wieder menschentauglichere Gestaltung des Wirtschaftssystems ist möglich. 

Um bei unserer Metapher des Krebsgeschwüres zu bleiben: Auf den Arzt können wir hoffen, aber sollten wir nicht warten. 

Die Politik tut sich hier schwer, vielleicht weil die eigenen Verstrickungen tiefer sind, als es die Allgemeinheit weiß. Aber Ballaststoffe und manche Hormone bremsen Krebsgeschwüre aus. Als Kleinstunternehmerin bin ich sicherlich nur ein Körnchen Ballast für das Krebsgeschwür, aber in Verbindung mit vielen weiteren Körnern können wir das Krebsgeschwür ausbremsen.

Meine Eigenmarke:

Kreative Kommunikation
Kreative Kommunikation - Sven Jagata

Mein Mitarbeiter: Sven Jagata